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Nationaler Zweitplatzierter

Rowcus

Kollisionsschutz im Rudersport

  • Seitenansicht vom Rowcus Sensor

  • Skizzen welche während der Form-findungsphase gemacht wurden

  • Eine kleine Auswahl and Schaum und 3D gedruckten Modellen während der Formfindung.

  • Ein Ruderer welcher nach hinten schaut, nachdem ihm der Sensor vor einem Hindernis gewarnt hat.

  • Explosionsansicht des Rowcus Sensors

Was es macht

Unser Gerät überwacht mit Hilfe von einem Infrarot Sensor die Fahrtrichtung des Ruderbootes und informiert den Sportler, mit Hilfe von einem akustischen Signal, über Hindernisse, welche eine Kollisionsgefahr darstellen.


Deine Inspiration

Die Idee wurde ursprünglich von zwei ehemaligen ETH Studenten entwickelt. Sie haben sich hauptsächlich mit der Software auseinandergesetzt und haben uns dann anschliessend die Aufgaben gestellt diese weiterzuentwickeln und das passende Produkt dafür zu entwickeln. Wir sind beide passionierte Ruderer und kennen das Problem gut und wissen der Rudermarkt auf ein solches Gerät wartet.


So funktioniert es

Um potentielle Hindernisse zu erfassen wird ein LiDAR Sensor eingesetzt (Light Detection and Ranging). Dieser Sensor kann mittels Infrarot-Laser die Distanz zu reflektierenden Objekten messen. Dabei wird ein Lichtimpuls ausgesendet und die Lichtlaufzeit bis zum Wiedereintreffen des reflektierten Lichts gemessen. Über die Lichtgeschwindigkeit kann so auf wenige Zentimeter genau die Distanz zum Objekt ermittelt werden. Ein LiDAR-Sensor eignet sich aus mehreren Gründen für das Rowcus-Projekt: Im Gegensatz zu anderen Distanzsensoren, wie z.B. Ultraschall-Sensoren, ist die Winkelauflösung sehr hoch und die Reichweite in einer Grössenordnung von 100m. Im Vergleich zu den aus der Schifffahrt bekannten Radar-Sensoren sind LiDAR-Sensoren klein und leicht genug um auf einem Ruderboot verwendet zu werden. Das Gerät kann auf die auf jedem Boot montierte Startnummerhalterung montiert werden und verfügt über ein 360° LED damit auch bei Dämmerung gerudert werden kann.


Designprozess

1. Ausführliche Recherche Arbeit: Markt, Konkurrenz, Gesetzgebung, Interviews mit Experten, Beobachtungen. 2.Kombinationen von verschiedensten Technologien zur Erkennung von Hindernissen und zur Übermittlung der Informationen zum Sportler. 3.Testing von drei Lösungen auf Land und Wasser. Bewerten und ausschliessen. Die akustische Lösung, bei welcher das Signal direkt vom Sensor übermittelt wird, hat sich klar gegenüber einer haptischen oder visuellen Lösung durchgesetzt und wurde somit weiter bearbeitet. 3. Alle Funktionen und deren Komponenten wurden definiert und ein Layout des Innenlebens erstellt. Mit Hilfe von Schaum, Holz, Karton und Papier wurden erste Formideen umgesetzt. Wichtig war uns hierbei, dass das Gerät im Umfeld des Rudersportes passt, unaufdringlich aber trotzdem vertrauenswürdig wirkt. Es sollte möglichst wenig Zusatzaufwand für den Sportler entstehen. 4. Die Favoriten wurden detailliert skizziert und im CAD aufgebaut. Verschiedene Modelle wurden 3D gedruckt, um ihre Wirkung auf dem Boot zu testen. 5. Die gefundene Endform wurde inklusive des Innenlebens digital aufgebaut und für den Spritzguss optimiert. Diese wurden dann mit einem leistungsstarker Drucker ausgedruckt, nachbearbeitet und für den Endausstellung vorbereitet.


Wo ist der Unterschied?

Momentan gibt es kein Produkt auf dem Markt welches Ruderer vor Hindernissen warnt, damit das Zurückblicken im Boot auf das Minimum reduziert und die Sicherheit erhöht werden kann. Dank unserem System wird der Sportler nur dann gewarnt, wenn er auch reagieren muss, damit er sich vollkommen auf den komplexen Bewegungsablauf des Ruderns fokussieren kann. Andere Lösungsansätze wie z.B der Stirnspiegel oder die Kamera in Kombination mit Display laufen schnell an, blenden den User und sind bei schwachem Licht unbrauchbar. Unser Gerät kann einfach mit USB geladen und ohne Bluetooth oder Verkabelung schnell und ohne Vorwissen eingesetzt werden. Form und Farbgebung harmonisiert mit der einzigartigen Form des Bootes und mit der Welt des Ruderns. Das Gerät könnte in Zukunft einfach mit einem Beschleunigungssensor und GPS erweitert und somit auch als Tracker verwendet werden.


Zukunftspläne

Unser Ziel ist es den Sensor weiterzuentwickeln, damit wir bald Produktionsreif sind und den Rudermarkt beliefern können. Wir haben bereits sehr viel positives Feedback erhalten und sind überzeugt, dass es sich dabei um ein umsetzbares Produkt handelt, welches in Zukunft sogar direkt in Boote eingebaut oder für weitere Anwendungsbereiche eingesetzt werden könnte. Um das Gerät für die Produktion zu optimieren, weitere Tests zu machen und die Technik wie auch den Algorithmus zu verbessern, brauchen wir aber noch finanzielle Unterstützung. Der Dyson Award wäre für uns eine weitere Bestätigung und Hilfe potenzielle Investoren zu finden.


Auszeichnungen

Wir sind für die ZHdK Highlights nominiert.


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