Function
Das Hochsee-Rettungsfahrzeit NEMO wird in einer C-130 Hercules an seinen Einsatzort geflogen und abgeworfen. Mit seiner dreiköpfigen Besatzung landet das Boot mit Hilfe eines Gleitfallschirmes auf dem Wasser. Der Schirm wird ausgeklinkt und NEMO funktioniert als herkömmliches Seenotrettungsboot. Schiffbrüchige in Rettungsinseln werden von NEMO ins Schlepp genommen. Durch das Schleppen in Richtung des nächsten Schiffes wird wertvolle Zeit gespart, in der die Schiffbrüchigen sonst auf dessen Eintreffen warten müssten. Unter Deck kann eine ambulante Versorgung von ein bis zwei Verletzten erfolgen. Durch seine Baugröße können pro C-130 zwei NEMO-Einheiten mitgeführt und je nach Bedarf eingesetzt werden. NEMO kann per Kran auf jedes größere Schiff geladen und so wieder zurück zum Ausgangspunkt gebracht werden.
Inspiration
Während sich seegebundene und Luftfahrzeuge bei Rettungseinsätzen in Küstennähe sehr gut ergänzen, geht bei Hochseeeinsätzen wertvolle Zeit verloren. Ein Flugzeug kann zur Suche eingesetzt werden, ist aber in seiner aktiven Hilfeleistung stark begrenzt. Hubschrauber sind in ihrer Reichweite und somit stark zeitlich eingeschränkt und wetterabhängig. Seenotkreuzer erreichen bei widrigsten Bedingungen ihr Ziel und können vor Ort operieren und retten, aber brauchen lange um bei den zu Rettenden anzukommen. Um lebensrettende Zeit einzusparen wurde das NEMO Konzept entwickelt.
Development
In einer umfangreichen Recherche und Analyse zum Thema Hochseerettung und den dabei eingesetzten Hilfsmitteln, kamen deren Stärken und Schwächen zum Vorschein. Zunächst lag es nahe ein Gerät zu entwickeln, das lange Distanzen selbstständig und bei widrigsten Bedingungen zurücklegen kann um dann vor Ort aktiv retten und erstversorgen zu können. Dann erst kam die Idee das Flugzeug als Transportmittel für ein Boot zu nutzen und somit die in der Analyse erkannten Vorteile von Flugzeug und Wasserfahrzeug zu verbinden.